Ein Baum für Egendorf

Am 14. September 2020 haben Menschen mit und ohne Behinderung in Egendorf den 123. Baum des Gedenkprojektes „1000 Buchen“ gepflanzt. Die bereits 58. Pflanzaktion fand dieses Mal nicht entlang einer ehemaligen Marschroute der Häftlinge des KZ Buchenwaldes statt, sondern direkt am Haus Nr. 1 in Egendorf. Der Grund dieser einmaligen Abweichung entspringt dem bewussten Umgang mit der Vergangenheit: Das Haus diente während des NS-Regimes als Ausbildungsstätte für Ärzt*innen in „Euthanasie-Praktiken“.
Heute ist Egendorf ein Ort, an dem jeder Mensch so sein darf, wie er ist. Es ist Zuhause und Arbeitsort für Menschen mit Behinderungen. Mit der Esche wollen die Egendorfer*innen ein Zeichen für die Gleichberechtigung und Würde aller Menschen setzen und der Opfern des Nazi-Regimes gedenken.

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